Rauch-Abzugs-Check

RAUCH-ABZUGS-CHECK GUTACHTERLICHE ÜBERPRÜFUNG Gem. DIN 18160

1.) Der erste Check…

1a.) Der Streichholz-Test
Ofentüre einen Spalt öffnen. Brennendes Großstreichholz mit der Flamme nach unten ca. 3 cm vor den Türspalt halten. Wird die Flamme hineingezogen und ausgeblasen, ist der Schornsteinzug o.k. Wird die Flamme in den Raum geblasen, drückt der Schornstein falsch herum in den Raum hinein.
1b.) Rußablagerungs-Test
Wenn die Feuerraumauskleidung und die Glasscheiben verrußt sind, sollte man einmal über die Rohrreinigungsklappe ins Rohr schauen. Falls sich dort flockiger Ruß abgesetzt hat, ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür, dass nicht zugelassenes Brennmaterial oder zu feuchtes Holz verfeuert wurde. Nur die über trockenem, naturbelassenen Holz brennende, klare Flamme fördert den Schornsteinauftrieb.

2.) Vorbereitung zur Probefeuerung…


2a.) Rüttelrost-Prüfung
 
Der Fächer-Rüttelrost muss immer als geschlossen eingeschoben sein und ca. 5 cm Asche als Zuluftabdichtung über der oberen Rostscheibe festgedrückt liegen.
2b.) Reduzierung des Abzugwiderstandes

– Bitte bei den Classic-Öfen die Umlenkplatte, vor der Feuerprobe, ganz herausnehmen=geringstmöglicher Ab
zugswiederstand! Man kann jetzt, sinnbildlich, frei bis in die Rauchaubzugsöffnung des Ofens fassen.
– Analog bei den Modern Line-Öfen die zweite, oben liegende Stahlumlenkplatte ganz herausnehmen.
2.c) Raumunterdruck vermeiden
– Alle mechanischen Unterdruckerzeuger, wie Toiletten- oder Kühlraumventilatoren, Lüftungsanlagen, Vrasenabzüge etc. müssen ausgeschaltet sein.
– Bitte ein Fenster oder eine Tür im Raumluftverbund entgegen die Windrichtung bzw. Luftbewegung öffnen.
– Die Ofentüre ca. 3 Minuten etwas öffnen, damit ein Überdruck im Ofen-Aufstellraum den Schornsteinzug in die richtige Richtung zwingt.

3.) Feuerungs-Check…

3a.) Als erstes sollte das Brennmaterial nach der „Topfire-Methode“ in den Brennraum gelegt werden.
 3-4 trockene, normgerechte Kaminholzscheite (max. 15% Restfeuchte) quer und möglichst nach hinten in den Brennraum legen. Das „Zündfeuer“ oben über dem Holzstapel anzünden und dann während des Startfeuers die Ofentüre einen Spalt offen halten, ca. 15-30 Minuten, bis dass die Feuerraumplatten sauber gebrannt sind.
3b.) Jetzt mindestens 1, besser 2 Stunden lang kein Holz nachlegen, damit das System sich erhitzen und ein guter Schornsteinzug sich entwickeln kann.

4.) Holznachlegen…

– Jetzt kann man bei einem Schornsteinunterdruck von mind. 8 PA bei Classic-Öfen bzw. mind. 12 PA bei Modern- 
Line-Öfen, problemlos Holz nachlegen.
– Bitte immer neues Brennmaterial nachlegen bevor die Flamme auf dem Restfeuer ganz verlischt… „nur die Flamme fördert den Schornsteinauftrieb“.

5.) Problemlösungen… 


– Tritt trotz aller „Bedienungsmaßnahmen“ Rauch in den Aufstellungsraum des
Kaminofens heraus, liegt kein Ofen- sondern ein Schornstein-Abzugsproblem vor! „Der Motor des Ofens“, der Schornstein schafft es nicht, die bei der Holzverbrennung entstehenden Abgase ordentlich abzuziehen.

Oft hilft hier:
– Immer beim Nachlegen Tür- oder Fenster in Richtung Windrichtung / Luftbewegung leicht öffnen.
– Evtl. kann man, durch einen „Reduzierkragen“ o.ä. die Feuerraumöffnung so verkleinern, dass der Abgasvolumen strom in Richtung Schornsteinöffnung reduziert werden kann.

Hilft das nicht müssen Maßnahmen am Schornstein vorgenommen werden:
– Eventuelle, oft unentdeckte Nebenluftöffnungen am Schornstein müssen verschlossen werden!
– Oft hilft die Erhöhung des Schornsteins auf über 6 m wirksame Schornsteinhöhe.
– Öfen mit hinterem Rauchabgang sollten ein nach oben führendes Rauchrohr, die „Anlaufstrecke“ erhalten.
– Schornsteine mit einem Querschnitt von über 300 cm müssen ggf. auf einen Durchmesser von 160 mm verkleinert werden.
– Schornsteinmündungen, die unter der Firsthöhe liegen, sollten einen „Dreh-Exhauster / Twister“ erhalten, damit das Eindringen von Fallwinden vermieden wird.

HERSTELLER-ERKLÄRUNG

Wir versichern, dass alle von der Feuerstellenprüfstelle RRF sicherheitsgeprüften DAN SKAN-Öfen die geforderten Zugeigenschaften aufweisen und in Lasertechnik nach einheitlichen Qualitätsmerkmalen gefertigt werden. Alle Modelle wurden mit einem normgerechten Schornsteinunterdruck, siehe Pkt. 4, geprüft.
 Ein Ofen hat von Fabrik aus keinen Zug… dieser entsteht erst über die Stärke des Unterdrucks im Schornstein, die Art des Rauchrohranschlusses und die richtige Bedienung der Feuerstelle. Bitte sorgen Sie dafür, dass alle DAN SKAN- Modelle gemäß der von uns empfohlenen „Topfire-Methode“ betrieben werden.