Überhitzung

ÜBERHITZUNG DURCH STARKBRAND

So wie man jeden Motor durch zu schnelles Fahren in falschen Gängen, d.h. durch
zu hohe Drehzahlen überfordern kann, so kann man selbst kräftig und widerstandsfähig gebaute
Öfen durch Überhitzung und Starkbrand beschädigen.
Wenn ein Ofen die von Ihnen geschilderten Merkmale aufweist, wurde dieser mehrfach einem Starkbrand von über 700°C ausgesetzt, der auch dickste Stähle fast zum Glühen und damit zur Verformung bringt. Das Schmiedefeuerereignis, Feuern mit offenem Rüttelrost, Feuern mit Kleinholz- bzw. Brettholzfüllung u.a. sind häufig die Ursachen eines solchen Starkbrandes. Der Schmied macht sein Eisen glühend indem er durch den Rost (Unterluft) das Feuer anfacht! Dies führt zu einer schnellen, heftigen Feuerung… mit großem Holzverbrauch!
Jeder Fachgutachter wird bestätigen, dass, wenn selbst dicke Metalle sich verwerfen, verzundern oder sogar Spannungsrisse bekommen, wurde der Ofen über die Prüfnorm hinaus zu stark erhitzt und einem Starkbrand ausgesetzt. In unserer Bedienungsanleitung warnen wir vor solch einer „Schmiedefeuerverbrennung“.
Leider lassen sich, auch bei solidester Bauweise unserer Öfen, solche Probleme nicht völlig ausschließen.

DIAGNOSEPUNKTE SIND z.B.:

– wenn die über 700°C erhitzten Ofenlacke abschiefern bzw. sich verfärben…
– der Feuerraumstahl daraufhin rostig „verzundert“
– wenn Türen und Backfachboden sich verformen…
– wenn das Rüttelrostoberteil verglüht und gebogen ist…
– wenn Türdichtungen verbrannt, verschmort bzw. ausgeglüht sind.
– wenn die Bimetallfeder verglüht und verformt ist… u. a.

ÜBERHITZUNGS-TOLERANZ:

Jeder Stahlofen hat eine Ausdehnungsdifferenz zwischen der Kalt- und Heizphase. Der Ofen wächst um mehrere Millimeter wenn er erwärmt und heiß wird.
Je weiter der Backfachboden eines Ofens überkragt, desto deutlicher nimmt man diese materialbedingte Ausdehnung wahr.
Bei normgerechter Feuerung stellt sich ein Stahlofen bei Erkaltung wieder auf “Reset“.

BEDIENUNGSANLEITUNG: TOPFIRE !

Feuern Sie Ihren Ofen immer nach unserer TOPFIRE-Methode! 
Es ist mehr als sinnvoll auch beim Startfeuer keine Verbrennungsluft durch einen geöffneten Rüttelrost zu geben… sondern die notwendige Startluft über die leicht geöffnete Ofentüre bzw. die geöffnete externe Verbrennungsluft-Zuleitung zu geben. Verbrennungsluft, die einmal durch den geöffneten Rüttelrost gezogen wurde, treibt Luftkanäle in das Aschebett, die während der gesamten Abbrandphase kein nach unten dichtendes Aschebett mehr zulassen.
 Haben Sie einen zu starken Schornsteinauftrieb, ist es ratsam, diesen mittels der Drosselklappe im Rauchrohr bzw. einem Zugbegrenzer im Schornstein abzubremsen… so dass sich ein erneutes Starkbrandereignis nicht mehr wiederholen kann.
 Auf jeden Fall sollte stets eine mind. 5 cm dicke Ascheschicht auf dem Feuerraumboden und in der Mulde des Fächer- Rüttelrostes liegen, da dies die Luftdichtung nach unten verbessert und Holz generell auf der isolierenden und wärmerückstrahlenden Asche vollständiger und mit dem besten Wirkungsgrad verbrennt. Es ist sinnvoll, beim Holznachlegen nicht mehr als 2 Holzscheite aufzulegen, da zuviel Brennstoff nicht den Wirkungsgrad Ihres Ofens erhöht.

MASSNAHMEN

Zum Glück kann man gute Öfen aus dicken Stählen auch gut reparieren… aber eine Reklamation liegt bei einer Ofenüberhitzung nicht vor. Wir haben aus gutem Grund in unserer Bedienungsanleitung mehrfach vor wiederholtem Starkbrand gewarnt.
 Achten Sie deshalb darauf, dass in Ihrem Ofen nur scheitgerechtes, naturbelassenes Holz verfeuert wird! Ein normales Holzscheit, welches mit Flamme brennt, gibt dem Raum ca. 2 kW/Std. Achten Sie deshalb auf die Nennwärmeleistung Ihres Ofens und begrenzen die Füllmenge entsprechend diesen Prüfangaben. Ihr DAN SKAN-Ofen wird Ihnen dann, bei sachgerechter Bedienung, viele Jahrzehnte nur noch Freude bereiten.